The Project

Venedig. Ein Mythos. 1500 Jahre Geschichte, Architektur, Kunst – aber auch Vergnügungspark, Touristenmagnet – und neuerdings europäisches Disneyland-Pendant: Veniceland.

Meist sind es die optischen Reize, die zur Faszination des Besuchers führen – The Sound Of Venice will die akustischen beleuchten.

Denn in Venedig existieren einzigartige akustische Phänomene: Der Sound in den Gässchen, der Klang auf den Brücken, die Schritte der Menschen, die Akustik des Markusplatzes und die des Markusdoms (über die es eine ganze Doktorarbeit gibt), das Wasser in den Winkeln der Kanäle und Häuser, Reisegruppenführer, die in ihre Sprechanlagen quaken, Taubenschwärme, die erschrocken auffliegen, unzählige Kirchenglocken, Trollyrollen auf dem Pflaster, und immer Schritte, Schritte, Schritte…

Und dann die Musik. Seit rund fünfhundert Jahren mischen sich hier die Klänge: Von der Blütezeit der Oper in der Spätrenaissance über die Musik der Gondolieres und die verwehten Kaskaden der Salonorchester des Markusplatzes bis zu heutigen modernen Klängen aus Dancebars, Clubs und Mobiltelefonen.   

Venedig ist heute ein brodelnder Soundkessel, ein “acoustic melting pot”, in dem die akustischen Jahrhunderte gleichzeitig nebeneinander erklingen – scheinbar ohne sich zu berühren.

Dass es dennoch Zusammenhänge gibt, und was passiert, wenn diese Klänge sich mischen, will The Sound Of Venice zeigen.